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Themenlektion

Störungen nach Ursache und Kopplungsweg beheben

Etwa 7 Min.

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Bei einer Störung ist die erste Vermutung noch keine Diagnose. Die Prüfungsaufgaben lassen sich zuverlässig lösen, wenn du nacheinander fragst: Tritt der Effekt wirklich gleichzeitig mit der Aussendung auf, entsteht das unerwünschte Signal im Sender oder erst im gestörten Gerät, und gelangt die HF durch das Gehäuse oder über eine Leitung hinein?

Ein Diagnoseweg für EMV-Fälle

BeobachtungPassender Ansatz
Störung nur bei hoher FeldstärkeÜbersteuerung oder unerwünschte Demodulation im Empfänger prüfen; Leistung senken, räumlich trennen oder das Nutzsignal des Empfängers verbessern
HF gelangt über Kabel zum GerätLeitungsgebundenen Weg behandeln: Schirmung, Mantelwellendrossel oder ein frequenzselektives Filter am betroffenen Eingang
HF koppelt unmittelbar in die ElektronikGehäuseschirmung schließen; eine leitfähige Hülle wirkt nur dann gut, wenn große Öffnungen und unkontrollierte Übergänge vermieden werden
Phantomsignale aus mehreren starken SignalenEine Nichtlinearität suchen; fällt ein beteiligtes Signal weg oder werden die Eingangspegel gedämpft, gehen die Mischprodukte deutlich zurück
Breites oder unsauberes SendespektrumAnsteuerung im linearen Bereich halten, bei Digitalbetrieb die ALC nicht regeln lassen und Modulationsbandbreite beziehungsweise Frequenzhub begrenzen
Harmonische oberhalb der SendefrequenzAm Senderausgang ein Tiefpassprinzip verwenden: Grundwelle passieren lassen, höhere Vielfache dämpfen

Die Lage von Nutz- und Störfrequenz entscheidet über das Filter. Liegt die Störung deutlich unterhalb des gewünschten Empfangsbereichs, kann ein Hochpass am Empfängereingang sie sperren. Liegen unerwünschte Anteile als Oberwellen oberhalb der Grundfrequenz des Senders, gehört ein Tiefpass hinter den Sender. Leistung zu reduzieren senkt zwar die Feldstärke, ändert aber nicht automatisch Hub oder spektrale Breite. Bleiben vernünftige eigene Maßnahmen erfolglos, ist eine neutrale Untersuchung durch die zuständige Stelle der richtige nächste Schritt; eigenmächtige Eingriffe in fremde Netzgeräte sind keine Diagnose.

Typische Fehlentscheidungen

Jetzt anwenden

Frage 423

Bereits durch die Aussendung des reinen Nutzsignals können in benachbarten Empfängern Störungen beim Empfang anderer Frequenzen auftreten. Dabei handelt es sich um eine ...

  1. hinzunehmende Störung.
  2. Übersteuerung oder störende Beeinflussung.
  3. Störung durch unerwünschte Aussendungen.
  4. Störung durch unerwünschte Nebenaussendungen.
Frage 411

In einem Einfamilienhaus wird die Türsprechanlage durch den Betrieb eines nahen Senders gestört. Eine Möglichkeit zur Verringerung der Beeinflussungen besteht darin, ...

  1. für die Türsprechanlage eine Leitung mit niedrigerem Querschnitt zu verwenden.
  2. für die Türsprechanlage eine Leitung mit versilberten Kupferdrähten zu verwenden.
  3. für die Türsprechanlage ein geschirmtes Verbindungskabel zu verwenden.
  4. die Länge des Kabels der Türsprechanlage zu verdoppeln.
Frage 420

Eine 432 MHz-Sendeantenne mit hohem Gewinn ist unmittelbar auf eine Fernseh-Empfangsantenne gerichtet. Dies führt ggf. zu ...

  1. Eigenschwingungen des 432 MHz-Senders.
  2. dem Durchschlag des TV-Antennenkoaxialkabels.
  3. einer Übersteuerung eines TV-Empfängers.
  4. Problemen mit dem 432 MHz-Empfänger.
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