Die Fragen verbinden drei Teilgebiete: die Leitfähigkeit von Stoffen, die Ausbreitung von Funkwellen und einfache Gleichstromrechnungen. Die sichere Methode ist jeweils dieselbe: erst die gesuchte Größe benennen, dann nur die dazugehörige Beziehung verwenden und zuletzt Einheit sowie Größenordnung prüfen.
Vom physikalischen Begriff zur Rechnung
Isolierstoffe stellen bei Raumtemperatur kaum frei bewegliche Ladungsträger bereit; typische Kunststoffe und Porzellan gehören in diese Gruppe. Metalle leiten, aber nicht gleich gut. Silber besitzt eine besonders hohe Leitfähigkeit, Kupfer folgt als sehr guter und gebräuchlicher Leiter. Zinn liegt unter den in den Aufgaben verglichenen guten Leitermetallen deutlich weiter hinten. Eine Rangfrage gilt immer nur für die tatsächlich angebotene Stoffgruppe; ein Metallname allein macht eine Option weder zum besten noch zum schlechtesten Leiter.
Bei Funkwellen sind Frequenz und Wellenlänge umgekehrt proportional. Im Freiraum kann mit rund 300 Millionen Metern je Sekunde gerechnet werden. Es gilt λ = c / f und entsprechend f = c / λ. Steigt die Frequenz, wird die Wellenlänge kürzer. Vor dem Rechnen müssen Mega als Faktor eine Million und Zentimeter als Hundertstel Meter berücksichtigt werden. Polarisation beschreibt die Ausrichtung des elektrischen Feldes: Sie kann horizontal, vertikal oder zirkular mit unterschiedlichem Drehsinn sein. Sende- und Empfangsantenne sollten zueinander passen, weil eine Fehlanpassung hier Übertragungsverlust verursacht.
| Gesucht | Beziehung | Einheitenprobe |
|---|---|---|
| Widerstand R | R = U / I | Volt durch Ampere ergibt Ohm |
| Strom I | I = U / R oder I = P / U | Volt durch Ohm oder Watt durch Volt ergibt Ampere |
| Spannung U | U = R · I | Ohm mal Ampere ergibt Volt |
| Leistung P | P = U · I | Volt mal Ampere ergibt Watt |
Bei Stromangaben in Milliampere wird vor einer Rechnung in Ampere umgerechnet. Danach entscheidet die Frage zwischen Ohmschem Gesetz und Leistungsbeziehung: Ein Widerstand entsteht nicht aus Spannung mal Strom, denn dieses Produkt hat bereits die Einheit Watt. Eine Ergebnisprobe schützt vor Dezimalfehlern: Ein Strom im Bereich einiger Zehntel Ampere an einer üblichen Kleinspannung führt weder zu Kilovolt noch zu Leistungen, die um mehrere Zehnerpotenzen abweichen.
Typische Denkfallen
- In einer Stoffgruppe wird ein leitendes Metall zwischen Isolatoren übersehen. Für eine reine Isolatorgruppe muss jedes einzelne Material die Bedingung erfüllen.
- Gold oder Kupfer wird automatisch als leitfähigstes Metall gewählt. Entscheidend ist die angebotene Vergleichsgruppe; Silber kann darüber liegen, während Zinn deutlich schlechter leitet.
- Begriffe aus Kabeltechnik oder Signalverarbeitung werden als Polarisationsarten gelesen. Polarisation gehört zur Feldrichtung der Funkwelle, nicht zur Bauart des Kabels oder zum Stromnetz.
- Frequenz und Wellenlänge werden gleichgerichtet verändert oder c wird mit falscher Zehnerpotenz eingesetzt. Das Produkt aus beiden bleibt im Freiraum konstant: höheres f bedeutet kleineres λ.
- Beim Ohmschen Gesetz werden Zähler und Nenner vertauscht oder Spannung und Strom multipliziert, obwohl ein Widerstand gesucht ist. Die Einheitenprobe zeigt sofort, welche Umstellung möglich ist.
- Milliampere werden ohne Umrechnung eingesetzt oder bei der Leistung wird dividiert. Erst den Strom in Ampere schreiben; für umgesetzte Leistung anschließend Spannung und Strom multiplizieren.
Jetzt anwenden
Welche Leistung nimmt ein Transceiver bei 13,8 V Gleichspannung auf, wenn das Strommessgerät im Netzteil 1,5 A anzeigt?
- 9,2 W
- 20,7 W
- 1,53 W
- 2,07 W
Welcher Frequenz entspricht in etwa eine Wellenlänge von 2,08 m im Freiraum?
- 149 MHz
- 433 MHz
- 437 MHz
- 144 MHz
Ein Leuchtmittel hat einen Nennwert von 12 V und 3 W. Wie viel Strom fließt beim Anschluss an 12 V?
- 2,5 A
- 250 mA
- 400 mA
- 4 A