In diesem Themengebiet wird selten nur nach einer Abkürzung gefragt. Entscheidend ist, welche Eigenschaft eines Trägers die Information trägt, wie ein NF-Signal in den HF-Bereich umgesetzt wird und welche Ressource ein digitales Verfahren zwischen mehreren Signalen aufteilt.
Vom Nutzsignal zum belegten Spektrum
Ordne zuerst die Modulationsart der veränderten Größe zu: AM verändert die Amplitude, FM die momentane Frequenz und eine Phasenumtastung die Phasenlage. Bei SSB bleibt von der gewöhnlichen AM nur ein Seitenband übrig; der Träger und das zweite Seitenband werden unterdrückt. Deshalb bildet die Frequenzspanne des NF-Signals die benötigte HF-Spanne unmittelbar ab. Für einzelne Töne gilt als Rechenweg: USB bedeutet Trägerfrequenz plus NF-Frequenz, LSB bedeutet Trägerfrequenz minus NF-Frequenz. Vorher müssen Kilohertz und Megahertz in dieselbe Einheit gebracht werden. Die NF-Amplitude bestimmt dabei die Aussteuerung und damit die abgegebene SSB-Leistung, nicht die durch Filter festgelegte Bandbreite.
Bei FM zeigt der Hub, wie weit die momentane Frequenz von ihrer Ruhelage abweicht. Eine größere NF-Amplitude erzeugt größeren Hub; größerer Hub beansprucht mehr Spektrum, erhöht aber nicht automatisch die HF-Ausgangsleistung. Weil die Information nicht in der Hüllkurvenhöhe liegt, können Begrenzer viele Amplitudenimpulse entfernen. Das ist der typische Vorteil gegenüber amplitudenempfindlichen Verfahren, nicht ein besonders geringer Bandbreitenbedarf.
| Verfahren | Trennmerkmal |
|---|---|
| FDMA | getrennte Frequenzkanäle zur gleichen Zeit |
| TDMA | wiederkehrende Zeitschlitze auf derselben Frequenz |
| CDMA | unterschiedliche Spreizcodes im gleichen Frequenzbereich |
AFSK liegt eine Ebene darunter: Digitale Zustände werden als verschiedene hörbare Töne erzeugt; dieses NF-Signal moduliert anschließend einen HF-Träger. Bei paketvermittelten Netzen entscheidet die IP-Adresse zusammen mit der Subnetzmaske, welche Ziele zum lokalen Teilnetz gehören. Ziele außerhalb davon benötigen Weiterleitung. Halte außerdem die Einheiten auseinander: Bandbreite ist eine Frequenzspanne in Hertz, die Datenrate eine Informationsmenge pro Sekunde, und Baud bezeichnet die Symbolrate. Ein Symbol kann mehr als ein Bit tragen.
Typische Denkfehler
- Die SSB-Bandbreite zu verdoppeln, zu halbieren oder wegen des unterdrückten Trägers mit null anzusetzen. Ein Seitenband übernimmt die NF-Spanne im Verhältnis eins zu eins.
- Bei FM eine größere Trägeramplitude oder mehr Ausgangsleistung aus größerem Hub abzuleiten. Hub beschreibt eine Frequenzabweichung und vergrößert vor allem die belegte HF-Spanne.
- FDMA, TDMA und CDMA nur als drei Namen für gleichzeitige Übertragung zu behandeln. Frage stets, ob Frequenz, Zeit oder Code die Teilnehmer trennt.
- AFSK als unmodulierten HF-Träger oder als unmittelbares HF-Phasensignal einzuordnen. Die Umtastung erzeugt zunächst unterschiedliche hörbare NF-Töne für einen nachfolgenden Modulator.
- Für automatische Empfangsmeldungen besondere Antwortzusätze, feste Ablagen oder eine mitgesendete E-Mail-Adresse zu erwarten. Vernetzte Empfangsstellen ordnen geeignete digitale Aussendungen über das Rufzeichen zu.
- Aus einem einzigen SSB-Durchlassbereich auf genau ein dekodierbares Digitalsignal zu schließen. Mehrere hinreichend schmale Signale können nebeneinander im gleichen Durchlassbereich liegen.
Jetzt anwenden
Bestimme vor jeder Antwort zuerst die Ebene: Seitenbandrechnung, Netzgrenze oder Übertragungsgröße. Rechne erst danach und kontrolliere zum Schluss die Einheit.
Ein Träger von 3,65 MHz wird mit der NF-Frequenz von 2 kHz in SSB (LSB) moduliert. Welche Frequenz/Frequenzen treten im modulierten HF-Signal hauptsächlich auf?
- 3,648 MHz
- 3,648 MHz und 3,650 MHz
- 3,652 MHz
- 3,648 MHz und 3,652 MHz
Was ergibt sich aus der eingestellten IP-Adresse und Subnetzmaske einer Kommunikationsschnittstelle beim Internetprotokoll (IP)?
- Die Gegenstelle und die durch das Teilnetz verwendete Bandbreite
- Das Standardgateway und die maximale Anzahl der Zwischenstationen (Hops)
- Der direkt (d. h. ohne Router) über die Schnittstelle erreichbare Adressbereich
- Die Protokoll- und Portnummer des über die Schnittstelle verwendeten Protokolls
Welcher Unterschied besteht zwischen der Bandbreite und der Datenübertragungsrate?
- Die Datenübertragungsrate (in Baud) entspricht der Symbolrate (in Bit/s). Die Bandbreite (in Hz) entspricht der minimal möglichen Datenübertragungsrate (in Baud).
- Als Bandbreite wird der genutzte Frequenzbereich (in Hz) und als Datenübertragungsrate die je Zeiteinheit übertragene Datenmenge (in Bit/s) bezeichnet.
- Als Bandbreite wird die übertragene Datenmenge (in Hz) und als Datenübertragungsrate die je Zeiteinheit übertragenen Symbole (in Baud) bezeichnet.
- Die Datenübertragungsrate (in Bit/s) entspricht der Symbolrate (in Baud). Die Bandbreite (in Hz) entspricht der maximal möglichen Datenübertragungsrate (in Bit/s).