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Antennen und Speiseleitungen: Richtung, Resonanz und Anpassung getrennt prüfen

Aprox. 7 min

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Bei Antennenfragen entscheiden drei getrennte Achsen: Wohin soll abgestrahlt werden, für welche Wellenlänge ist der Strahler passend und wie gut gelangt die Leistung durch die Leitung zur Antenne? Ein günstiger Messwert am Sender beantwortet nicht automatisch alle drei Fragen.

Bauform und Einsatz zuerst zuordnen

Für Teilnehmer oder Relais in verschiedenen Himmelsrichtungen ist eine hoch und frei montierte Bauform mit annähernd gleichmäßiger Abstrahlung in der Horizontalebene zweckmäßig. Eine mehrteilige Richtbauform bündelt dagegen Energie in einen begrenzten Sektor. Langdrahtantennen sind typischerweise im Kurzwellenbereich zuhause; bei VHF und UHF werden kompaktere abgestimmte Bauformen verwendet. Eine Groundplane benötigt Radials als elektrisches Gegengewicht und Rückweg für den HF-Strom. Beim Marconi-Prinzip arbeitet ein vertikaler Viertelwellenstrahler gegen Erde oder ein Gegengewicht. Ein Dipol besteht elektrisch aus zwei Strahlerhälften und wird üblicherweise in deren Mitte gespeist; eine am Strahlerende gespeiste Drahtbauform erhält ihre Energie dort über eine Anpassung.

Resonanzfrequenz und elektrische Länge verhalten sich umgekehrt. Soll die Resonanz sinken, muss die elektrische Länge wachsen; soll sie steigen, muss die Länge kleiner werden. Bei einem Dipol werden Änderungen symmetrisch auf beide Hälften verteilt. Eine Änderung der Sendeleistung verändert weder die Abmessungen noch die Resonanz.

Leitung und Anpassung richtig lesen

Koaxialkabel besitzen einen festgelegten Wellenwiderstand; im Funk- und Videobereich sind 50 Ω, 60 Ω und 75 Ω typische Werte. Die Leitungsdämpfung wächst mit Länge und Frequenz. Deshalb schwächt eine Kabelverlängerung sowohl die vorlaufende als auch die von einer Fehlanpassung zurückkehrende Welle. Das am Sender abgelesene SWR kann dadurch besser aussehen, obwohl an der Antenne nichts verbessert wurde. Für hohe Frequenzen oberhalb 300 MHz sind N- und SMA-Systeme wegen definiertem Wellenwiderstand und guter Schirmung geeigneter als ein Niederfrequenzstecker.

Fehlanpassung oder eine beschädigte Leitung reflektiert einen Teil der HF-Energie und erzeugt stehende Wellen. Das SWR ist das Verhältnis von Spannungsmaximum zu Spannungsminimum und kann daher nie unter eins liegen; der Idealwert eins bedeutet keine messbare Reflexion. Bei Strahlungsleistungen muss außerdem die Bezugsantenne stimmen: EIRP verwendet den gedachten isotropen Strahler, ERP den Halbwellendipol. Die Abkürzungen unterscheiden also nicht die reale Antenne, sondern den Referenzmaßstab.

Typische Fehlentscheidungen

Jetzt anwenden

Pregunta 140

Wie wird die dargestellte Antenne bezeichnet?

Antennen- oder HF-Aufbauskizze zur amtlichen Frage NG105. Für Geometrie, Verbindungen und als Pfade eingebettete Beschriftungen ist visuelle Interpretation erforderlich.
  1. Endgespeiste Antenne
  2. Groundplane-Antenne
  3. Yagi-Uda-Antenne
  4. Dipol-Antenne
Pregunta 153

Ihre selbstgebaute Dipol-Antenne ist oberhalb der gewünschten Frequenz resonant. Welche Änderung können Sie vornehmen, um die Resonanz in den gewünschten Bereich zu bringen?

  1. Beide Enden gleichmäßig kürzen
  2. Sendeleistung erhöhen
  3. Sendeleistung verringern
  4. Beide Enden gleichmäßig verlängern
Pregunta 156

Worauf deutet die dargestellte Anzeige des SWR-Meters hin?

Messgerät- oder Displaydarstellung zur amtlichen Frage NG302. Sichtbare Bezugselemente aus dem Quellenkontext: Anzeige d. Für Skalen, Zeiger oder Anzeigefelder und als Pfade eingebettete Beschriftungen ist visuelle Interpretation erforderlich.
  1. Eine zu hohe Sendeleistung
  2. Eine zu geringe Sendeleistung
  3. Eine schlecht angepasste Antenne
  4. Eine gut angepasste Antenne
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