Die Prüfungsfragen dieses Themas nennen viele Schalter und Anzeigen, prüfen aber meist dieselbe Grundidee: Wo im Signalweg wirkt die Funktion? Ordne sie zuerst der Sende-, Empfangs-, Steuer- oder Audioseite zu und vergleiche erst danach die Antwortmöglichkeiten.
Vom Nutzsignal zur Antenne und zurück
Ein einfacher Sender erzeugt im Oszillator eine Hochfrequenz, verbindet sie im Mischer beziehungsweise Modulator mit der Information, entfernt unerwünschte Anteile im Filter und hebt das Ergebnis im Leistungsverstärker auf Sendepegel. Ein Ausgangsfilter lässt den vorgesehenen Frequenzbereich passieren und dämpft Oberwellen. Der Empfänger arbeitet in Gegenrichtung: Er wählt das ankommende HF-Signal aus, verstärkt und demoduliert es und stellt am Ende ein NF-Nutzsignal bereit. Empfindlichkeit beschreibt dabei, wie schwach ein Eingangssignal noch sein darf; die Unterdrückung starker Nachbarsignale ist eine andere Eigenschaft.
Auch Anzeigen folgen dieser Trennung. Das S-Meter bewertet beim Empfang den eintreffenden Pegel, ein Leistungsmesser kontrolliert beim Senden die Ausgangsleistung und ein SWR-Meter die Anpassung von Sender, Leitung und Antenne. Eine Spektraldarstellung ordnet den Frequenzen die jeweiligen Signalpegel zu. Ein Wasserfall ergänzt die Zeitachse und kennzeichnet Stärke durch Farbe oder Helligkeit. Diese Funktionsdefinitionen gelten unabhängig von der konkreten Gestaltung eines Displays.
Steuern, Audio übertragen und senden
CAT ist ein serieller Steuerweg: Ein Computer kann Betriebswerte lesen oder verändern und auch die Sendetastung auslösen. Ein analoger DATA-Anschluss führt dagegen ein möglichst wenig gefiltertes NF-Basisbandsignal für Modem oder digitale Betriebsart. Für computergestützte Digitalübertragung wird deshalb Audio beziehungsweise eine digitale Audioverbindung oder ein Hardware-Modem verwendet, niemals der HF-Antennenausgang als Datenschnittstelle. Computersteuerung verlangt Vorsicht, weil ein fehlerhafter Befehl den Sender unerwartet aktivieren kann.
PTT schaltet den Sender durch Tastendruck ein, VOX durch ein ausreichend starkes Mikrofonsignal. RIT verschiebt nur die Empfangsfrequenz und lässt die Sendefrequenz stehen; damit wird eine leicht versetzte Gegenstation nachgestimmt. Squelch sperrt bei FM das Grundrauschen, solange kein genügend starkes Nutzsignal anliegt. Beim Satellitenbetrieb erleichtern getrennte Frequenzbänder die Filterung zwischen Up- und Downlink. Ein Digipeater nimmt Datenpakete auf und sendet sie automatisch weiter, gegebenenfalls zeitversetzt und mit angepassten Weiterleitungsfeldern.
Typische Fehlentscheidungen
- CAT mit einem Audioanschluss verwechseln. Steuerbefehle und Statuswerte laufen über das serielle Protokoll; Basisbandtöne gehören an den dafür vorgesehenen NF-Weg.
- Den DATA-Port als Zugang zum ungefilterten Antennensignal behandeln. Er umgeht Teile der Sprachaufbereitung, führt aber Niederfrequenz und keine direkt nutzbare HF zum Computer.
- Automatisches Senden dem Squelch oder einer Relaisablage zuschreiben. Sprachgesteuerte Sendetastung ist die Aufgabe von VOX; Squelch wirkt ausschließlich auf den Empfangston.
- PTT und VOX vertauschen. PTT verlangt eine bewusste Betätigung am Mikrofon, VOX reagiert auf Audio oberhalb seiner Schwelle.
- Einen Sender ohne passende Last betreiben und nur das Messgerät gefährdet sehen. Rücklaufende HF-Energie belastet vor allem die Endstufe mit zusätzlicher Spannung, Strom und Wärme.
- Ein Ausgangsfilter als Sperre für das Nutzband lesen. Es soll gerade den gewünschten Bereich passieren lassen und störende Frequenzanteile abschwächen.
Jetzt anwenden
Ihr QSO-Partner meldet bei einem SSB-QSO im 2 m-Band: "Sie senden nicht exakt auf meiner Frequenz". Was könnte die Ursache sein?
- RIT ist aktiviert.
- LSB ist eingestellt.
- USB ist eingestellt.
- CW-Filter ist aktiviert.
Was stellt folgendes Blockdiagramm dar?
- Sender
- Empfänger
- Tongenerator
- Relaisfunkstelle
Das nachfolgende Blockschaltbild zeigt einen einfachen Sender. An welcher Stelle befindet sich welche Stufe?
- 1 HF-Verstärker; 2 Filter; 3 HF-Oszillator; 4 NF-Verstärker; 5 Mischer; 6 NF-Verstärker
- 1 NF-Verstärker; 2 Mischer; 3 HF-Oszillator; 4 Filter; 5 HF-Verstärker; 6 Filter
- 1 HF-Verstärker; 2 Mischer; 3 HF-Oszillator; 4 Filter; 5 NF-Verstärker; 6 Filter
- 1 NF-Verstärker; 2 Filter; 3 HF-Oszillator; 4 Mischer; 5 HF-Verstärker; 6 Mischer