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Themenlektion

Betriebsabläufe sicher lesen: Anruf, Frequenzweg und Rapport

Etwa 7 Min.

Fragen bleiben in der Sprache, in der sie veröffentlicht wurden.

In dieser Themengruppe wechseln sich Morsetelegrafie, allgemeine und gerichtete Anrufe, Pile-Ups, Rapporte, Satelliten- und Relaisbetrieb ab. Entscheidend ist selten ein einzelnes Schlagwort: Bestimmen Sie zuerst, wer wen erreichen will, auf welchem Weg gesendet und gehört wird und welche Beobachtung überhaupt belastbar ist.

Drei Prüfschritte vor dem Vergleich der Antworten

Beginnen Sie mit der Gegenstation. Bei Telegrafie setzt das sicher aufnehmbare Tempo des langsameren Partners die Grenze; ein gehörter Anruf ist daher höchstens in dessen Tempo zu beantworten. In Telefonie wird zuerst die gerufene Station angesprochen, danach folgt das eigene Rufzeichen; antworten Sie dabei in der Sprache, in der der Anruf erfolgt. Ein Zusatz hinter CQ begrenzt den Kreis der gewünschten Antworten, während CQ ohne Zusatz alle Stationen einlädt.

BetriebsfallLeitfrage
Anruf und Q-GruppeWird allgemein gerufen, ein bestimmtes Ziel angesprochen, nach dem Anrufer gefragt oder ein Frequenzwechsel vorgeschlagen?
Split-VerkehrWo sendet die begehrte Station, und auf welcher anderen Frequenz oder in welchem Bereich hört sie die Anrufer?
RelaisbetriebWelche Frequenz nimmt der Umsetzer auf, welche gibt er aus, und welche Signalquelle misst das eigene Gerät?
RapportWelche Größen sind direkt beobachtet: Lesbarkeit, Signalstärke und gegebenenfalls Tonqualität?

Beim Split-Verkehr bleibt das Signal der begehrten Station auf ihrer angekündigten Frequenz hörbar, während sie Anrufer auf einer anderen angekündigten Frequenz oder in einem Bereich empfängt. Die anrufende Station sendet deshalb dort, wo gesucht wird, und hört dort, wo die begehrte Station sendet. Beim Relais ist die Richtung ebenfalls fest: Benutzer senden zum Eingang des Umsetzers und hören dessen Ausgang. Das S-Meter bewertet dabei die Relaisausgabe am eigenen Standort, nicht die Feldstärke der entfernten Gegenstation. Für deren Qualität bleibt die Verständlichkeit aussagekräftig.

Für einen direkten Rapport lesen Sie R, S und bei Telegrafie zusätzlich T als getrennte Merkmale: R bezeichnet die Lesbarkeit, S die Signalstärke und T die Tonqualität. Verwechseln Sie weder Reihenfolge noch Skalen. Bei Satelliten hilft dieselbe Richtungslogik: Uplink führt vom Boden hinauf, Downlink zurück zum Boden; Azimut ist die waagerechte Richtung, Elevation der Winkel über dem Horizont.

Typische Denkfallen

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Frage 110

EA6VQ ruft in Telefonie in englischer Sprache CQ. Ihr Rufzeichen ist DF1KW. Wie könnten Sie antworten?

  1. EA6VQ, this is DF1KW calling you.
  2. CQ CQ CQ de DF1KW for EA6VQ, please go ahead.
  3. EA6VQ, es ruft Sie DF1KW, bitte kommen.
  4. QRZ EA6VQ from DF1KW, over.
Frage 126

Eine Station, die auf 14205 kHz CQ gerufen hat, sagt am Ende ihres Rufes "tuning 290 to 300 up". Welche Frequenzen nutzen Sie, wenn Sie diese Station anrufen wollen?

  1. Ich rufe zwischen 14290 und 14300 kHz und höre auf 14205 kHz.
  2. Ich rufe und höre zwischen 14290 und 14300 kHz.
  3. Ich rufe auf 14205 kHz und höre zwischen 14290 und 14300 kHz.
  4. Ich rufe auf 14290 kHz und höre auf 14300 kHz.
Frage 113

Wie können Sie eine Amateurfunkverbindung zum Beispiel beginnen?

  1. Durch wiederholtes Aussenden der internationalen Q-Gruppe "QRZ?" mit angehängtem eigenen Rufzeichen und dem Abhören der Frequenz in den Sendepausen.
  2. Durch mehrmaliges, bei schlechten Ausbreitungsbedingungen häufiges Aussenden der Abkürzung CQ, des eigenen Rufzeichens und der Q-Gruppe "QTH" mit Zwischenhören.
  3. Durch das Aussenden Ihres Rufzeichens und des in der IARU festgelegten Auftasttones von 1750 Hz, durch den die abhörenden Stationen Ihren Verbindungswunsch erkennen.
  4. Durch Benutzen der internationalen Betriebsabkürzung CQ bzw. mit einem allgemeinen Anruf; mit einem gezielten Anruf an eine bestimmte Station oder mit einer Antwort auf einen allgemeinen Anruf, jeweils mit Nennung des eigenen Rufzeichens.
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