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Themenlektion

Bauteile nach Kennwert, Verhalten und Einsatz auswählen

Etwa 7 Min.

Fragen bleiben in der Sprache, in der sie veröffentlicht wurden.

Hier geht es nicht nur um Bauteilnamen. Geprüft wird, ob eine Kennzeichnung richtig gelesen, eine Bauform für Frequenz und Leistung passend gewählt und aus einer Änderung die richtige elektrische Wirkung abgeleitet wird.

Vier Fragen an jedes Bauteil

PrüffrageEntscheidungsregel
Wie wird der Wert gelesen?Bei einem üblichen dreistelligen SMD-Code sind die ersten beiden Ziffern der Grundwert; die letzte Ziffer gibt den Multiplikator 10n an. Eine Toleranz wird anschließend symmetrisch vom Nennwert abgezogen und addiert.
Was ändert den Kennwert?Für einen Plattenkondensator wächst C mit Fläche und Dielektrizitätszahl, sinkt aber mit dem Plattenabstand; die angelegte Spannung ist im idealen Modell kein Bestimmungsfaktor. Für eine lange Spule gilt näherungsweise L ∝ N2/l.
Wie wirkt die Frequenz?XC = 1/(2πfC) wird kleiner, XL = 2πfL wird größer. Das gilt für ideale Bauteile; parasitäre Effekte realer Bauformen können oberhalb ihrer Eigenresonanz abweichen.
Welche Polarität ist nötig?Eine gewöhnliche Diode aus Silizium leitet deutlich, wenn ihre Anode ungefähr 0,7 V positiver als die Kathode ist. Eine Z-Diode stabilisiert in Sperrrichtung und benötigt einen strombegrenzenden Vorwiderstand.

Die Bauform folgt dem Einsatz. Gewickelte Leistungswiderstände vertragen hohe Verlustleistung bei niedrigen Frequenzen, bringen aber Eigeninduktivität mit. Für einen HF-Abschluss sind induktionsarme Schichtwiderstände und geringe parasitäre Kapazität wichtiger; mehrere gleiche Widerstände parallel teilen Strom und Verlustleistung. Bauarten mit einer dünnen Metallschicht eignen sich besonders für enge Toleranz und geringe Temperaturabhängigkeit. Ein NTC reagiert mit sinkendem Widerstand auf Erwärmung, ein PTC in der entgegengesetzten Richtung.

Bei Spulen steigt die Induktivität quadratisch mit der Windungszahl und sinkt bei größerer Wickellänge. Ein gerades Leiterstück besitzt ebenfalls Induktivität, weil sein Strom ein Magnetfeld aufbaut. Beim idealen Transformator entsprechen sich Spannungs- und Windungsverhältnis; die Seite mit mehr Windungen hat die größere Spannung.

Bei Halbleitern entscheidet die Funktion: Eine Diode richtet durch ihre bevorzugte Stromrichtung gleich, eine LED braucht einen Vorwiderstand, und eine Schottky-Ausführung verbindet kleine Durchlassspannung mit schnellem Schalten. Germaniumübergänge beginnen typischerweise bei einer niedrigeren Vorwärtsspannung zu leiten als Siliziumübergänge. Bipolare Transistoren gehören zu den Typen NPN und PNP; ein kleiner Basisstrom steuert einen größeren Kollektorstrom, und der Emitterstrom ist deren Summe.

Typische Fehlwege

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Frage 82

Ein Widerstand hat eine Toleranz von 10 %. Bei einem nominalen Widerstandswert von 5,6 kOhm liegt der tatsächliche Wert zwischen ...

  1. 5040 bis 6160 Ohm.
  2. 4760 bis 6440 Ohm.
  3. 4,7 bis 6,8 kOhm.
  4. 5,2 bis 6,3 kOhm.
Frage 110

Die Primärspule eines Übertragers hat die fünffache Anzahl von Windungen der Sekundärspule. Wie hoch ist die erwartete Sekundärspannung, wenn die Primärspule an eine 230 V Spannungsversorgung angeschlossen wird?

  1. 23 V
  2. 1150 V
  3. 46 V
  4. 9,2 V
Frage 121

Bei welcher Bedingung wird eine Siliziumdiode leitend?

  1. An der Anode liegen 5,7 V, an der Kathode 6,4 V an.
  2. An der Anode liegen 5,0 V, an der Kathode 5,1 V an.
  3. An der Anode liegen 5,0 V, an der Kathode 5,7 V an.
  4. An der Anode liegen 5,7 V, an der Kathode 5,0 V an.
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