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Störungen eingrenzen: Kopplungsweg, Nichtlinearität und Spektrum

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Prüfungsfragen zu Funkstörungen lassen sich meist mit drei Diagnoseschritten lösen: Was erzeugt das Störsignal, über welchen Weg gelangt es in das andere Gerät, und an welcher nichtlinearen oder unzureichend selektiven Stufe wird es wirksam? Erst danach wird die Maßnahme gewählt.

Vom Kopplungsweg zur passenden Maßnahme

Bleibt eine Empfangsstörung trotz abgezogener Antennenleitung bestehen, ist der Antenneneingang nicht der wahrscheinliche Weg. Netz-, Audio- und Datenleitungen werden dann einzeln geprüft und möglichst nahe am gestörten Gerät gefiltert oder mit hochpermeablen Ferriten gegen Gleichtaktströme bedämpft. Ein Netzfilter kombiniert Serieninduktivitäten in beiden Leitern mit geeigneten Querkapazitäten; für HF-Abblockung eignen sich kurze, induktivitätsarme keramische Kondensatorbauarten. Mantelströme in einer Empfangsleitung lassen sich mit einer Gleichtaktdrossel oder galvanisch trennender HF-Übertragung unterbrechen.

Bei einem starken Sender in der Nähe kann der Empfängereingang übersteuern, obwohl die Nutz- und Sendefrequenz verschieden sind. Ein Filter gehört dann vor die überforderte Stufe: Es lässt den gewünschten Empfangsbereich passieren und sperrt die niedrigere oder höhere Störfrequenz. Im Durchlassbereich muss seine Einfügedämpfung klein bleiben. Ein digitaler Empfänger wird durch Fehlerkorrektur nicht unangreifbar; nach Überschreiten der Reserve treten Artefakte oder Stummschaltung oft abrupt auf. Direkteinstrahlung liegt vor, wenn HF einen vorgesehenen Eingangs- und Mischweg umgeht und unmittelbar eine spätere Stufe erreicht. An Halbleiterübergängen kann sie unbeabsichtigt gleichgerichtet werden; besonders Signale mit ausgeprägter oder getasteter Hüllkurve werden dadurch im NF-Zweig hörbar.

Den Sender sauber halten

Am Sender werden Übersteuerung, Rückkopplung und unerwünschte Mischprodukte getrennt behandelt. Zu hohe Ansteuerung eines linearen SSB-Zweigs erzeugt nahe Nebenprodukte; eine solche Endstufe darf nicht mit stark nichtlinearem kleinem Leitwinkel arbeiten. Weiche CW-Flanken begrenzen hohe Fourieranteile. Parasitische Schwingungen entstehen durch unbeabsichtigte Resonanzen und Rückkopplungswege, haben keinen festen ganzzahligen Bezug zur Betriebsfrequenz und werden durch getrennte Abschirmkammern, Entkopplung von Ein- und Ausgang sowie Ferrit direkt am kritischen Anschluss bedämpft. Eine reale Drossel kann wegen ihrer Eigenkapazität selbst resonant werden.

Filter werden nach dem zu erhaltenden Bereich gewählt: Ein Bandpass hinter einem Mischer oder VHF-Sender hält die gewünschte Frequenz fest und dämpft tiefere wie höhere Produkte; ein Sperrkreis trifft eine einzelne problematische Harmonische. Harmonische liegen bei n · f0. Achtung bei der Sprache: Die erste Oberwelle ist bereits die zweite Harmonische; die dritte Oberwelle entspricht daher 4 · f0. Versorgungsschwankungen an einer Endstufe verändern deren Amplitude und erzeugen zusätzliche AM. Für unerwünschte Komponenten oberhalb 0,25 µW gelten im Bereich 1,7 bis 35 MHz mindestens 40 dB, zwischen 50 und 1000 MHz mindestens 60 dB Dämpfung gegenüber der maximalen PEP.

Typische Prüfungsfallen

Jetzt anwenden

Question 654

Welche Art von Kondensatoren sollte zum Abblocken von HF-Spannungen vorzugsweise verwendet werden? Am besten verwendet man ...

  1. Tantalkondensatoren.
  2. Polykarbonatkondensatoren.
  3. Keramikkondensatoren.
  4. Aluminium-Elektrolytkondensatoren.
Question 679

Was passiert, wenn bei einem SSB-Sender die Mikrofonverstärkung zu hoch eingestellt wurde?

  1. Es werden mehr Oberschwingungen der Sendefrequenz erzeugt, die als unerwünschte Ausstrahlung Splattern auf den benachbarten Frequenzen hervorrufen.
  2. Es werden mehr Nebenprodukte der Sendefrequenz erzeugt, die als unerwünschte Ausstrahlung Störungen hervorrufen.
  3. Die Gleichspannungskomponente des Ausgangssignals erhöht sich, wodurch der Wirkungsgrad des Senders abnimmt.
  4. Es werden mehr Subharmonische der Sendefrequenz erzeugt, die als unerwünschte Ausstrahlung Splattern auf den benachbarten Frequenzen hervorrufen.
Question 692

Auf welchen Frequenzen kann ein 144,300 MHz SSB-Sendesignal Störungen verursachen?

  1. 434,900 MHz und 1298,700 MHz
  2. 432,900 MHz und 1298,700 MHz
  3. 433,900 MHz und 1296,700 MHz
  4. 438,900 MHz und 1290,700 MHz
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